Diese Quark-Osterhasen sind jedes Jahr aufs Neue ein Highlight in unserer Harzer Küche – weich, aromatisch und so einfach, dass Kinder von Anfang an mitmachen können. Der Quark im Teig sorgt dafür, dass die Hasen innen schön saftig bleiben und auch nach zwei Tagen noch nicht trocken werden. Wer schon einmal mit klassischem Mürbegebäck frustriert war, weil der Teig beim Ausstechen bröckelte, wird den Quark-Ölteig lieben: Er lässt sich hervorragend ausrollen und formt sich willig um den Hasen-Ausstecher.
Gerade in der Osterzeit gehört das Backen mit Kindern für uns fest dazu. Die Kleinen können Hasen ausstechen, Zuckerstreusel draufstreuen und beim Glasieren nach Herzensust malen. Das Ergebnis ist jedes Mal anders – und genau das macht es so schön.
Quarkteig hat gegenüber klassischem Mürbeteig einige handfeste Vorteile. Der Quark bringt natürliche Feuchtigkeit und Säure mit, was den Teig geschmeidiger macht und das Gluten weniger stark entwickelt. Ergebnis: weiche, leicht zähe Kekse statt harte, knusprige – genau das, was Kinder mögen. Außerdem ist der Teig verzeihender: Er reißt beim Ausrollen kaum und klebt nicht so schnell wie Mürbeteig. Wer möchte, kann ihn auch ohne Kühlphase direkt verarbeiten, wenn die Küche nicht zu warm ist.
Ein weiterer Pluspunkt: Magerquark hält die Kekse frisch. In einer luftdichten Dose bleiben sie 4 bis 5 Tage saftig – praktisch, wenn man die Osterhasen schon etwas früher backen und dann am Ostersonntag verschenken möchte.
Die folgenden Mengen reichen für etwa 20 mittelgroße Osterhasen (mit einem ca. 8 cm Ausstecher).
Wer frisch gekauften Magerquark verwendet, sollte ihn vorher 15 bis 20 Minuten in einem mit Küchentuch ausgelegten Sieb abtropfen lassen. Zu feuchter Quark macht den Teig klebrig und er benötigt dann mehr Mehl, was das Gebäck trockener werden lässt. Dieser Schritt wird oft übergangen – ist aber der Unterschied zwischen einem Teig, der am Tisch bleibt, und einem, der überall klebt.
Butter, Zucker und Vanillezucker mit dem Handrührgerät oder der Küchenmaschine hell und cremig aufschlagen. Das Ei einrühren, dann den abgetropften Quark dazugeben und kurz vermischen. Mehl, Backpulver und Salz sieben und in zwei Portionen in die Buttermasse rühren – zuerst mit dem Rührgerät auf niedrigster Stufe, dann kurz mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten. Wichtig: Nicht zu lange kneten, sonst wird der Teig zäh. Sobald alles verbunden ist, ist er fertig.
Den Teig zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und 30 Minuten in den Kühlschrank legen. Das macht ihn fester und leichter zu verarbeiten.
Den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze (160°C Umluft) vorheizen. Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen.
Den gekühlten Teig auf einer leicht bemehlten Fläche auf etwa 4 mm Dicke ausrollen. Nicht zu dünn – sonst werden die Hasen zu trocken. Mit einem Hasen-Ausstecher (ca. 8 cm) Formen ausstechen und mit einem Palettenmesser oder breitem Messer vorsichtig auf das Backblech heben.
Tipp aus unserer Erfahrung: Die Teigreste immer wieder zusammenkneten und erneut ausrollen. Ab dem dritten Mal sollte man den Teig kurz kühlen, damit er nicht zu warm wird.
Die Osterhasen im vorgeheizten Ofen 10 bis 12 Minuten backen, bis sie an den Rändern ganz leicht goldbraun werden. Sie sollen nicht dunkel werden – der Boden darf zartrosa sein. Die genaue Zeit hängt vom Ofen ab: Ab Minute 10 regelmäßig schauen.
Die fertig gebackenen Hasen auf dem Blech 5 Minuten abkühlen lassen (sie sind frisch noch sehr weich), dann auf ein Kuchengitter geben und vollständig auskühlen lassen, bevor sie glasiert werden.
Puderzucker sieben und mit frisch gepresstem Zitronensaft zu einer glatten, leicht dickflüssigen Glasur verrühren. Wer Farbe möchte: Glasur aufteilen und je einen Tropfen Lebensmittelfarbe einrühren. Mit einem kleinen Pinsel oder Löffel auf die ausgekühlten Hasen auftragen und sofort mit Zuckerstreusel bestreuen – die Glasur trocknet schnell.
Für Kinder macht es großen Spaß, die Hasen selbst zu verzieren. Einfach mehrere kleine Schüsselchen mit verschiedenen Farben und Streuseln bereitstellen.
Wer keine Hasen-Ausstecher hat, kann den Teig auch zu kleinen ovalen Kugeln formen und aus Teigresten Öhrchen modellieren. Das geht genauso gut und sieht auf dem Ostertisch wunderbar aus. Alternativ: Eier, Küken oder Osterkorb-Formen – der Teig funktioniert mit jedem Ausstecher.
Teig klebt zu sehr: Quark war zu feucht oder die Küche zu warm. Teig in den Kühlschrank für weitere 15 Minuten, dann nochmals bemehlte Fläche verwenden.
Kekse werden zu hart: Zu lange gebacken oder zu dünn ausgerollt. 4 mm Dicke halten und auf die Backzeit achten – raus sobald die Ränder leicht goldbraun werden.
Glasur läuft zu sehr: Zu viel Zitronensaft. Mehr Puderzucker unterrühren, bis die Glasur vom Löffel fällt und nicht mehr fließt.
Kekse verlieren ihre Form: Teig war beim Ausstechen zu warm. Immer gut kühlen vor dem Ausrollen.
Die fertigen Quark-Osterhasen halten sich in einer luftdichten Dose bei Raumtemperatur 4 bis 5 Tage. Zum Verschenken: In Zellophan einwickeln und mit einem Satinband binden – das macht sich wunderbar als Ostergeschenk oder als Mitbringsel für den Kindergarten.
Unglasierten Teig kann man auch einfrieren: die ausgestochenen Hasen auf einem Blech vorfrieren, dann in Gefrierbeutel umfüllen. Im Tiefkühler halten sie bis zu 2 Monate. Direkt aus dem Tiefkühler bei 180°C backen, 12 bis 14 Minuten.
Ja, der Quarkteig lässt sich gut 24 Stunden im Kühlschrank lagern. Gut in Frischhaltefolie einwickeln, damit er nicht austrocknet. Vor dem Ausrollen kurz 10 Minuten bei Raumtemperatur akklimatisieren.
Ja, Vollmilchquark funktioniert ebenfalls. Der Teig wird etwas weicher und die Kekse ein wenig saftiger. Vollmilchquark unbedingt gut abtropfen lassen, da er mehr Flüssigkeit enthält als Magerquark.
Mit einem 8-cm-Ausstecher etwa 20 Stück. Bei kleineren Ausstechern (5 cm) entsprechend mehr, bei größeren weniger. Teigreste immer wieder ausrollen.
Natürlich. Die Hasen schmecken auch pur sehr gut. Man kann sie auch einfach mit Puderzucker bestäuben oder vor dem Backen mit verquirltem Ei bestreichen für eine goldene Oberfläche.
Ab etwa 2 Jahren, wenn keine Allergien bekannt sind. Zuckerstreusel und Lebensmittelfarbe können weggelassen werden. Die Kekse selbst sind mild im Geschmack und nicht zu süß.

Den Magerquark 15 bis 20 Minuten in einem mit Küchentuch ausgelegten Sieb abtropfen lassen. Zu feuchter Quark macht den Teig klebrig – dieser Schritt ist wichtig für die richtige Konsistenz.
Butter, Zucker und Vanillezucker hellcremig aufschlagen. Das Ei einrühren, dann den abgetropften Quark kurz vermischen. Mehl, Backpulver und Salz sieben und in zwei Portionen einarbeiten – erst mit dem Rührgerät, dann kurz mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten. Nicht zu lange kneten! Teig in Frischhaltefolie wickeln und 30 Minuten kühl stellen.
Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze (160°C Umluft) vorheizen. Backbleche mit Backpapier auslegen. Teig auf leicht bemehlter Fläche auf ca. 4 mm Dicke ausrollen. Mit Hasen-Ausstecher (ca. 8 cm) ausstechen und vorsichtig auf das Backblech heben. Teigreste wieder zusammenkneten und erneut ausrollen.
Im vorgeheizten Ofen 10 bis 12 Minuten backen, bis die Ränder ganz leicht goldbraun werden. Nicht zu dunkel backen! 5 Minuten auf dem Blech abkühlen lassen, dann auf ein Gitter geben und vollständig auskühlen lassen.
Puderzucker sieben und mit frisch gepresstem Zitronensaft zu einer dickflüssigen Glasur verrühren. Optional aufteilen und mit Lebensmittelfarbe einfärben. Mit Pinsel oder Löffel auf die ausgekühlten Hasen auftragen und sofort mit Zuckerstreusel bestreuen.
Kein Hasen-Ausstecher? Den Teig zu kleinen ovalen Kugeln formen und aus Teigresten Öhrchen modellieren. Unglasierten Teig kann man einfrieren und direkt aus dem Tiefkühler backen (12-14 Minuten bei 180°C).